Nein zur Anti-Fremdspracheninitiative: Gut so!
12.01.06 11:50 abgelegt unter: Politix
Es kommt ja nicht gerade alle Tage vor, dass der
Regierungsrat meiner Meinung ist. In Sachen
Fremdspracheninitiative ist dies jedoch für ein Mal
definitiv der Fall (s. Tagi-Bericht).
Spracherwerb läuft am einfachsten und natürlichsten im jungen Kindesalter. Dies zeigen zahlreche Befunde aus der Entwicklungs- und der Neuropsychiologie. Gewiss, dieses Alter ist auch für den Erwerb anderer Fähigkeiten, wie zum Beispiel Musikalität, kritisch. Von einer generellen kongnitiven Überforderung durch zwei Fremdsprachen, wie es Gegner des ausgebauten Fremdsprachenunterrichts darstellen, kann hingegen keine Rede sein.
Der Europäische Rat der EU nannte folgerichtig an seinem Treffen in Barcelona im Jahr 2002 Fremdsprachenunterricht in mindestens zwei Sprachen vom jüngsten Kindesalter an als wichtige Massnahme im Bildungsbereich.
Was ich an der Umsetzung in Zürich weniger weise finde, ist die Voranstellung des Englischen. Mit Deutsch als Basis tritt der Erfolg für die meisten Kinder wohl beim Englisch lernen schneller ein als dies für französisch der Fall ist. Ausserdem sind Kinder über Musik und Werbung dem Englischen weitaus mehr ausgesetzt als einer anderen Landessprache. Es besteht daher die Gefahr, dass Kinder frustriert werden, wenn sich die Erfolgserlebnisse beim Französischen nicht so schnell einstellen. Auch wenn's meine eigene Muttersprache ist: Ich finde es für den inneren Zusammenhalt der Schweiz keine gute Idee, dass Englisch zur helvetischen "lingua franca" wird. Allerdings ist die aus meiner Sicht verkehrte Reihenfolge selbstverständlich kein Grund den erweiterten Fremdsprachenunterricht mittels Initiative wieder abzuschaffen.
Spracherwerb läuft am einfachsten und natürlichsten im jungen Kindesalter. Dies zeigen zahlreche Befunde aus der Entwicklungs- und der Neuropsychiologie. Gewiss, dieses Alter ist auch für den Erwerb anderer Fähigkeiten, wie zum Beispiel Musikalität, kritisch. Von einer generellen kongnitiven Überforderung durch zwei Fremdsprachen, wie es Gegner des ausgebauten Fremdsprachenunterrichts darstellen, kann hingegen keine Rede sein.
Der Europäische Rat der EU nannte folgerichtig an seinem Treffen in Barcelona im Jahr 2002 Fremdsprachenunterricht in mindestens zwei Sprachen vom jüngsten Kindesalter an als wichtige Massnahme im Bildungsbereich.
Was ich an der Umsetzung in Zürich weniger weise finde, ist die Voranstellung des Englischen. Mit Deutsch als Basis tritt der Erfolg für die meisten Kinder wohl beim Englisch lernen schneller ein als dies für französisch der Fall ist. Ausserdem sind Kinder über Musik und Werbung dem Englischen weitaus mehr ausgesetzt als einer anderen Landessprache. Es besteht daher die Gefahr, dass Kinder frustriert werden, wenn sich die Erfolgserlebnisse beim Französischen nicht so schnell einstellen. Auch wenn's meine eigene Muttersprache ist: Ich finde es für den inneren Zusammenhalt der Schweiz keine gute Idee, dass Englisch zur helvetischen "lingua franca" wird. Allerdings ist die aus meiner Sicht verkehrte Reihenfolge selbstverständlich kein Grund den erweiterten Fremdsprachenunterricht mittels Initiative wieder abzuschaffen.








