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Von Atlantis und Openmindedness [Update]

Juheirassa, Atlantis wurde also endlich gefunden! Der Tages-Anzeiger berichtet von seltsamen Linien auf dem Meeresgrund in der Nähe der Kanarischen Inseln, die auf Google Ocean zu sehen sind:



Zwei Kommentatoren weisen darauf hin, dass es eine aussergewöhnlich grosse Stadt hätte gewesen sein müssen angesichts der Dimensionen von rund 110 x 160 km. Ein weiterer Leser warnt, dass die abgebildeten Satellitenbilder nicht unbedingt der Wirklichkeit entsprechen und verweist auf die Stelle 0° 0'21.07"N 94°50'2.05"E, die in Google Earth wie folgt aussieht:


Was ein überzeugter Ufologe sein will, lässt sich aber natürlich von derlei Nörgeleien nicht bremsen. Das klingt dann so:

Nun gilt es zu akzeptieren dass es Technisch Hoichinteligente Wesen gab und immer noch gibt, die keiner Menschenrasse angehören."OPEN YOUR MIND".


Speziell für den Schreiber dieses Leserbeitrags die Gesundheitswarnung von Tim Minchin, welchen man beim Tagesanzeiger als Kommentar nicht aufschalten mag:


Tim Minchin: If you open your mind too much, your brain will fall out

Update 17:20 Uhr: Die britische Zeitung Daily Mail wartet inzwischen mit einer gar profanen Erklärung auf:

According to Google, the pattern is an "artifact" of its map making process. Details for the ocean maps on Google Earth come from sonar measurements of the sea floor recorded by boats - and the area around the Canaries was mapped by boats travelling in a series of straight lines.


Danke an Patrick Tschudin für den Hinweis auf den Artikel, den er bei infamy gepostet hat.
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Fahrzeuge mit reduzierter Lebensdauer - Porsche macht VW Konkurrenz

Die deutsche Automobilindustrie steckt in der Krise. Der übermotorisierte Heimmarkt wächst nicht mehr, für die Hersteller bleibt also nur noch die Verkürzung der Absatzzyklen. Ein Ansatz, dies zu erreichen, ist die staatliche Verschrottungsprämie, die an den Kauf eines Ersatzfahrzeugs gebunden ist.

Im besonders konjunkturanfälligen Hochpreissegment sind die Hersteller deshalb dazu übergegangen, Aktivverschrottungstechnologie™ in ihre Fahrzeuge einzubauen. Sie ermuntert den Fahrer (bzw. dessen Erben), von der Verschrottungsprämie lange vor den ersten Rostschäden Gebrauch zu machen.


Aktivverschrottung: Porsche Erlkönig (links) schlägt VW Phaeton (Bilder: 20 Min / Tagi)

Als Technologie-Leader galt bisher VW. Testfahrer Jörg H. aus K. schaffte es im vergangenen Oktober, die Lebensdauer eines Phaeton auf drei Monate zu begrenzen. Doch die Konkurrenz holt auf. Porsche hat mit dem Modell «Erlkönig» ein Cabrio entwickelt, welches es ermöglicht, schon bei Neufahrzeugen die Prämie zu beanspruchen. Ungelöst bleibt vorerst einzig die damit verbundene hohe Fluktuation bei den engagierten Testfahrern.
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Die Welt verstehen - heute mit Pius-Bruder Franz Schmidberger

Es gibt unterschiedliche Schweregrade der Sünde. Die schlimmste ist die Gotteslästerung. Weniger schlimm ist die Beleidigung seiner Geschöpfe. Deshalb ist das Abreissen eines Armes einer Jesus-Statue «objektiv eine schwerere Sünde als der Terroranschlag von New York».

Diese Klärung verdanken wir Pater Franz Schmidberger, CEO der der deutschen Niederlassung der Priesterbruderschaft St. Pius X und gemäss dem SWR-Magazin Report Mainz ein enger Vertrauter von Gründervater Marcel Lefebvre. So hatte er diesen bei der Weihe der kürzlich vom Vatikan rehabilitierten vier Bischöfe assistiert.

Da stellt sich die Frage, wieso sich die Pius-Brüder überhaupt die Mühe machen, den Holocaust zu leugnen. Denn der war ja nur gegen Menschen, nicht gegen ihren Gott gerichtet. (via hpd.de.)

27.05.2008 Die Welt verstehen - heute mit Sharon Stone
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Unfallfahrer!

Findet Ihr Euch nicht etwas einseitig? Steigt doch auf den öffentlichen Verkehr um. Dort empfiehlt sich schwarzfahren zwar ebenfalls nicht, aber wenn Ihr’s doch nicht lassen könnt: Es kommt zumindest deutlich günstiger und ist für Euch und andere einiges gesünder.

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Bilder: polizeinews.ch, ab 25. November 2008

s.a. 20.10.2008:
Haider-Nachahmungstäter immer stümperhafter
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Cisalpino mal wieder

Das neue Fahrplanjahr ist gemäss SBB gut angelaufen - mit einer Ausnahme. Der Cisalpino sorgte auch zum Fahrplanwechsel für Ärger (Tagi). Zwei Züge der gemeinsamen Tochter von SBB und Trenitalia fielen aus und müssen wohl zur Reparatur in die Werkstätte. Aber die Betreiber scheinen für solche Fälle bestens gewappnet. Steht doch auf der Cisalpino-Website «Trenitalia operiert täglich 9200 Züge».
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elvetino AG - wo Kundenfreundlichkeit ein Fremdwort ist

Ich hab’s nun also doch wieder getan: Trotz nicht lange zurück liegender leidvoller Erfahrung versucht, bei der elvetino AG für eine Gruppe einige Tische im Speisewagen zu reservieren. Für bis zu zehn Personen läuft die Geschichte ganz einfach: Man ruft bei den SBB an oder geht am Bahnschalter vorbei und gibt die Anzahl benötigter Plätze an. Reserviert man vorab telefonisch, erhält man eine Reservations-nummer. Am Bahnschalter zahlt man dann pro Platz fünf Franken Reservationsgebühr. Dafür gibt’s je einen Gutschein in derselben Höhe, der an die Konsumation angerechnet wird.

Bei Gruppen ab zehn Personen will die elvetino AG das Geschäft ohne Umweg über die Muttergesellschaft SBB abwickeln. Also ruft man dort an, gibt Zugverbindung und Anzahl Pläze an - und gut ist. Nein, eben nicht. Die elvetino AG möchte wissen, was die Damen und Herren Reisenden zu speisen gedenken. Und zwar verbindlich. Reservationen werden nur entgegen genommen, wenn man angeben kann, welche Menus wie viel mal gewünscht werden. Und zwar möglichst lange im Voraus.

Heute versuchte ich, für eine Fahrt am Samstag dieser Woche um 10.04 Uhr von Zürich nach Biel 15 Plätze zu reservieren. Da wurde mir beschieden, das sei schon reichlich knapp. Und nein, einfach nachschauen, ob überhaupt noch so viele Plätze verfügbar seien, gehe nicht. Das sei, so die Verkaufsberaterin, ein aufwendiger Prozess, der erst die Anmeldung in einem speziellen Programm nötig mache.

Ich versuchte einzuwenden, dass zehn Uhr eine etwas ungünstige Reisezeit sei, um sechs Tage im Voraus zu wissen, ob es einem eher nach einem späten Frühstück oder einem etwas gar frühen Mittagessen gelüsten würde. Und ich wies darauf hin, dass, wenn ich die Plätze via SBB reservieren würde, auch keine Konsumationswünsche notiert würden. Die Antwort war «Sie wollen also über die SBB reservieren?». Und ich bestätigte: «Ja, wenn nur die SBB mir bieten können, was ich gerne als Dienstleistung hätte: Eine fixe Zahl an Reservationen ohne das Menu schon jetzt auswählen zu müssen». Die elvetino-Mitarbeiterin verabschiedete sich erleichtert, da sie dem mühseligen Reservationsprozess noch einmal hatte ausweichen können.

Bei den SBB dauerte es am Telefon knappe drei Minuten, bis die 15 Plätze gebucht waren - die allerletzten freien übrigens, obschon man mir bei der elvetino noch zugesichert hatte, dass es «ganz sicher» genügend freie Plätze geben würde. Das Riskio dabei: Für einige von uns könnte ohne Vorbestellung die Lieblingsfrühstücksvariante nicht mehr erhältlich sein.

Gibt es eigentlich einen Preis für ausgesproch kundenunfreundliche Abläufe? Den güldenen Bundesordner oder so? Das Verkaufsteam der elvetino hätte eine Auszeichnung verdient.
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Ausverkauf der Heimat beim Front National

Der Front National des Rassisten Jean-Marie Le Pen braucht dringend Kohle, denn die Fröntler stehen nach einem misslungenen Wahlkampf bei diversen Gläubigern mit mehreren Millionen Euro in der Kreide. Deshalb machten sie sich auf die Suche nach einem Käufer für ihren Hauptsitz in der Nähe von Paris. Nun wurden sie endlich fündig. Die freundliche Übernahme besorgen die Chinesen: Len Pen und Co machen Platz für eine Sprachschule aus Shanghai (Le Monde via BBC).
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Jetzt geht's los

Dass der Termin immer näher rückt, war unvermeidlich. Als Niederdorfbewohner ist man mittendrin. Ebenfalls unvermeidlicherweise. Im fernen Wollishofen hingegen, am heutigen Dorfmärt, an dem ich an einer Velobörse der Pro Velo aushelfe, deutet nichts darauf hin, dass irgendetwas besonderes ansteht.

Frohes Feiern, Fiebern oder Fernbleiben allerseits





Unter sunnebuebe.ch eine eigene Tanzgruppe zusammenstellen
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Die Welt verstehen - heute mit Sharon Stone

Die Welt scheint oftmals unergründlich. Aber da sind ja die Religionen, die es uns ermöglichen, verborgene Zusammenhänge zu sehen. Zum Beispiel, dass die Erdbeben in China wohl die Folge eines schlechten Karma sind, wie Sharon Stone vermutet:

"I’m not happy about the way that the Chinese are treating the Tibetans. [...] Then all this earthquake and all this stuff happened, and I thought, is that karma? When you’re not nice, that the bad things happen to you?"

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England vor der Revolution! Richter legen Perücken ab

England und Wales modernisieren das Justizwesen! Kleine Unvollkommenheiten wie die fehlende Trennung von Legislative und Judikative bleiben zwar bestehen. Aber die Richter wollen sich volkstümlicher geben und haben sich deshalb von der Londoner Designerin Betty Jackson eine neue Arbeitsuniform schneidern lassen. Schlichter als das Vorgängermodell, das 300 Jahre den Standard setzte, kommt es daher. Und - unglaublich - die Richter verzichten künftig gar auf ihre Perücke. (Disclaimer: Die Neuerungen gelten nur für Zivilrichter. Strafrichter brauchen die Perücke weiterhin zum Persönlichkeitsschutz.)

Bei diesem Reformtempo werden aus Britannien (oder seinen Nachfolgerstaaten) womöglich innert weniger Jahrhunderte moderne Republiken.
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Europameister im Kinderkrankheiten verbreiten

Eigentlich haben sich schon genügend helvetische (und andere) BloggerInnen zu Wort gemeldet - gegen Impfverweigerung anzuschrei(b)en scheint wirklungslos.

Dennoch ein paar Fakten: Mehr als 13001 Personen sind in der Schweiz seit Jahresbeginn an Masern erkrankt - Mitte März waren's noch 700. Kein Wunder, werden doch 98% aller Ungeimpften, die mit Masernerkrankten in Kontakt kommen, vom Virus befallen. Deshalb sind die ach so kultigen Masern-Parties auch jeweils ein «voller Erfolg» - wie auch das schnelle Weiterreichen der Krankheit von Land zu Land.

Für einen nicht geringen Teil der Angesteckten gibt es nach einer Masern-Party allerdings wenig zu feiern: 133 der 699 bis Mitte März beim Bundesamt für Gesundheit registrierten Masernpatienten mussten hospitalisiert werden. 79 hatten hatten eine Lungenentzündung und sechs eine diagnostizierte oder vermutete Gehirnentzündung. Bei Masern gilt: Was einen nicht umbringt (Chance 1:500), macht nicht unbedingt stark sondern vielleicht einfach nur debil.

Wer glaubt, diese Risiken seien in Kauf zu nehmen, da eine Impfung ja fast garantiert Autismus auslöse, soll dies hier lesen. Also liebe Anthroposophen: Ab zum Arzt - oder wenigstens in die Quarantäne.

1 Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit
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Bei Allah! Greenwich Mean Time ist schuld an Blutkreislaufstörungen

Muslimische Wissenschafter und Geistliche möchten das Wohlbefinden auf der Erde erhöhen. Zum Wohle der ganzen Menschheit forderten sie deshalb an einer Konferenz in Qatar, der imperialistischen Zeitmessung endlich ein Ende zu setzen und die Mekka-Zeit einzuführen. Denn, das wahre Zentrum der Erde liege in der saudischen Hauptstadt und Mekkas Längengrad sei - ganz im Gegensatz zu demjenigen von Greenwich - perfekt auf den magnetischen Norden ausgerichtet.

Bereits im Dezember 2006 hatte der ägyptische Forscher Abd al-Baset al-Sayyid festgestellt, dass auf Greenwich basierende Zeitrechnungen zuMehr...
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Kurswechsel in der Afghanistanpolitik? - Nato liefert Waffen an Taliban

Finden die USA zurück zu ihrer "bewährten" Afghanistanpolitik der 80er Jahre? Jedenfalls warf ein Nato-Helikopter ein Paket mit Maschinengewehren und Raketen in unmittelbarer Nähe des Hauses eines Taliban-Kommandanten ab, wie der Spiegel berichtet.

Sollen sie vielleicht bei einer gemeinsamen Invasion Irans mithelfen? Mitnichten, es war offenbar nur ein Versehen. Kann ja beim besten Soldaten vorkommen, dass er sich mal in der Tür irrt.

(via gonorrea.ch)
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Von der Teutonisierung der Schweiz und der Helvetisierung Deutschlands

Die Uni Zürich feiert dieses Frühjahr ihr 175jähriges Jubiläum. Deshalb lädt sie heute zu einer Medienkonferenz, wie ihrer "Mediadesk"-Webseite zu entnehmen ist. Spannender als die angekündigten Festansprachen sind allerdings zwei andere aktuelle Meldungen: UZH-Rektor Hans Weder als Experte nach Deutschland und Zwei Forschende der Universität Zürich erhalten 4,5 Millionen Franken vom Europäischen Forschungsrat.

Bei der ersten Meldung frohlockt die Uni, dass der Schweizer Hans Weder zum Vorsitzenden des Stiftungsrates der «Stiftung Evaluationsagentur Baden-Württemberg» gewählt und zudem als einziger Ausländer in den neu gegründeten Universitätsrat der Universität Jena berufen wurde.

Bei der zweiten Meldung werden die Neurowissenschafterin Tania Singer und der Biochemiker Benjamin Schuler für ihre erfolgreiche Akquisition von EU-Forschungsgeldern gewürdigt. Mit keiner Zeile erwähnt wird allerdings, dass die beiden aus Deutschland stammen. Dabei bilden doch die deutschen Professoren angeblich ein «Klumpenrisiko», das der Uni Zürich an die Substanz zu drohen geht...
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"President Putin of Germany" - the world according to McCain

Man muss kein durchgeknallter Scientologe sein und auch keine geografisch herausgeforderte Fernsehquiz-Teilnehmerin um als AmerikanerIn bei den meisten Europäern durchzufallen.

Nein, die Rolle «republikanischer Präsidentschaftskandidat» genügt vollauf...


(Via 20min)
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Tom Cruise als Unfallhelfer? Bizarres aus dem Paralleluniversum von Scientology

Es soll schon vier Jahre alt sein, auf Youtube aufgetaucht ist es allerdings erst vor zwei Tagen: Das Werbefilmchen von Scientology, in welchem Tom Cruise wirres Zeugs daherredet (entdeckt via The Register).

"When you're a Scientologist, and you drive by an accident, you know you have to do something about it, because you know you're the only one who can really help."



Zu seinem Scientology-Dasein meinte er tiefgründig: "It's rough and tumble and it's wild and woolly and it's a blast." Und weiter: "We are the authorities on the mind." Sowie "Being a Scientologist, when you drive past an accident it's not like anyone else. As you drive past, you know you have to do something about it because you know you're the only one that can really help."
Tom Cruise in seiner bisher schlechtesten Rolle
Would you trust this guy? - Szene aus dem Scientology-Werbefilm

Treffend die Einschätzung von Nick Denton auf gawker.com: «If Tom Cruise jumping on Oprah's couch was an 8 on the scale of scary, this is a 10.» Man könnte noch ergänzen: Not always when scientologists freak out, do they intend to. Ich für meinen Teil verzichte jedenfalls gerne auf die Nothelfer von Scientology.
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Wegen Klimaerwärmung: Sechseläuten abgesagt

Die Zünfte lassen völlig überraschend das diesjährige Sechseläuten platzen. Jürg C. Scherz, Präsident des Zentralkomitees der Zünfte Zürichs (ZZZ), teilte an der kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mit, der Entscheid sei «schweren Herzens aber mit deutlichem Mehr» gefallen. Schuld ist die Klimaerwärmung. Sie hätten alle selbstverständlich alle auf eine nachhaltige Wirkung des letztwöchigen Kaltlufteinbruchs gehofft, doch «zwei Tage leichtes Chaos auf den Strassen lässt keine Winterstimmung aufkommen». Bei vier, fünf Schneefalltagen seit Dezember müssten sich die Zünfter eingestehen, dass der Winter endgültig vertrieben sei. Der Böögg habe deshalb notgedrungenerweise ausgedient. Es sei ausserdem angesichts von Feinstaub- und CO2-Belastungen fragwürdig geworden, am Ritual des Scheiterhaufens festzuhalten. Das verwendete Holz würde man heutzutage besser vergasen und so zur Energiegewinnung nutzen.

Werner Vogt, Kommunikationschef der künstlerischen Kommission der Zünfter und zuständig für den Kinderumzug doppelt nach: «Wir sind ein traditionsbewusster Verband, wollen uns aber nicht in blinder Nostalgie verlieren.» Es brauche deshalb ein neues Konzept. Klar sei, dass es im nächsten Jahr weitergehe, doch es sei eine Auszeit von einem Jahr nötig, um für das Fest eine angepasste Form zu finden. Es sei im Verband viel diskutiert worden und man sei offen für Neues, so sei auch ein Zusammengehen mit dem Caliente-Festival geprüft worden. Der Kinderumzug und der Zug der Zünfte würden erhalten, das sei man den Vereinsmitgliedern und der Zürcher Bevölkerung schuldig. Um das Kinderprogramm aufzuwerten, werde geprüft, das Limmatschwimmen künftig in den April vorzuverlegen. Auch die Beflaggung des Limmatquais werde selbstverständlich beibehalten. Jürg Scherz wünscht sich dort zusätzlich Palmen. Er ist überzeugt, dass sich nicht nur die Kamele seiner Zunft zur Kämbel daran erfreuen würden.

Enttäuscht ob der ZZZ-Entscheidung zeigte sich in einer ersten Stellungnahme Susann L. Pflüger, Präsidentin der Frauenzunft. Ihnen sei zugesichert worden, dieses Jahr dem offiziellen «Zug des Feuers» der Männer nur noch eine Viertelstunde vorausreiten zu müssen und bereits ab 2010 vollständig in den Zug integriert zu werden. Die geplante Ehrung der ehemaligen Kronenhalle-Wirtin, Hulda Zumsteg, finde aber am 16. selbstverständlich dennoch statt. Und falls der Zunftumzug doch nicht überlebt, bietet die Gesellschaft zu Grossmünster den männlichen Zünftern an, künftig an ihrem Mittelalter-Spectaculum teilzunehmen. Dieses findet alle drei Jahre auf dem Münsterhof statt, das nächste Mal im August 2008 - und zwar bei jeder Witterung, wie Susann Pflüger zusichert.
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Swindled - oder warum nicht jedes Propagandafilmchen Aufmerksamkeit verdient

Martin Müller (fdp) wies in diesem nzzvotum-Thread auf den Film The Great Global Climate Swindle hin und fragte, wieso hierzulande kein Medium darauf einging. Eine vernünftige Antwort darauf erforderte einiges an Web-Recherche - und an Platz. Grund genug, dem Filmchen doch ein paar Zeilen zu widmen, auch wenn er die Aufmerksamkeit eigentlich gar nicht verdient.

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Endlich: Feinstaubproblem gelöst!

Bemerkenswertes weiss heute der «Anzeiger von Uster» aus Dübendorf zu berichten:

Den Feinstaub wegwischenEine ganze Reihe von möglichen Massnahmen zählte Stadträtin Rita Bernoulli (fdp) gegen den Feinstaub auf. Unter anderem eine wirklich bahnbrechende Idee: «Die Stadt könnte neue Wischmaschinen anschaffen, die den Feinstaub aufnehmen können.»



Toll, dass sich die für Gesundheit und Umweltschutz zuständige Stadträtin so intensiv und fachkundig mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Aber überraschend ist das eigentlich nicht, wirbt sie doch auf ihrer Homepage (Dübendorf wählt am 19. März) mit dem Slogan «die neue Sachlichkeit ist Voraussetzung».
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Flieg, Vögelchen flieg - Stierkampf einmal anders

Was passiert, wenn man einen 500kg-Bullen auf den Namen «Pajarito» (Vögelchen) tauft und in eine Stierkampf-Arena setzt? Der Name verleiht dem Protagonisten offenbar Flügel, wie der BBC-Filmbericht aus Mexiko zeigt.
Leider blieb der taurische Protest gegen Brauchtümer, die die Welt nicht braucht, jedoch nur von kurzer Dauer. Die Mexikanischen Grünen haben mit ihrer Kampagne zur Ächtung des Stierkampfes also weiterhin zu tun.
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