Der Wahlsieger heisst Howard Dean
05.11.08 04:59 abgelegt unter: Politix
Das Resultat ist inzwischen eindeutig: Barack Obama
setzt der republikanischen Herrschaft ein klares
Ende. Er setzte sich so souverän gegen John McCain
durch wie zuvor schon gegen seine parteiinternen
Mitbewerber.
Dass ihm dies in dieser Deutlichkeit gelingen würde, ist zu einem guten Teil das Verdienst von Howard Dean, dem Vorsitzenden der Demokraten. Er war es, der darauf bestand, auch um die scheinbar klar republikanischen Bundesstaaten zu kämpfen und damit einen wirklich nationalen Wahlkampf zu führen.
Doch die Wegbereitung für die demokratische Machtübernahme hatte Dean bereits 2004 mit seiner eigenen Kandidatur begonnen. Er war (nebst dem Dauerkandidaten Dennis Kuchinich) der einzige demokratische Anwärter, der sich deutlich gegen den Irakkrieg ausgesprochen hatte und die Bush-Regierung überhaupt hart attackierte. Dean verlor zwar die parteiinterne Ausmarchung schliesslich gegen John Kerry - ob sein berühmt gewordener Schrei ihn tatsächlich die Nomination gekostet hat, bleibe dahingestellt - doch er begann, die demokratische Partei nachhaltig umzubauen, noch bevor er deren Vorsitzender wurde. Bereits während seines Wahlkampfs für die demokratische Nomination hatte er als einziger Kandidat ein Heer von begeisterten freiwilligen Helfern hinter sich scharen können, die daran glaubten, er würde wirkliche Änderungen bewirken. Diese Grassroots-Bewegung lebte nach seiner Niederlage gegen Kerry unter dem Etikett Democracy For America (DFA) weiter. Diese verlieh fortschrittlichen Kandidatinnen und Kandidaten der Demokraten bei lokalen und Bundesstaatswahlen ihr Gütesiegel. So gelang es DFA mehrfach, fortschrittliche Demokraten in Ämter zu hieven - nicht selten auf Kosten konservativer Vertreter der eigenen Partei.
Dean ahnte wohl, dass er bei der parteiinternen Kür des Präsidentschaftsanwärters auch ein zweites Mal eher nicht reüssieren würde und bewarb sich statt dessen 2005 um den Parteivorsitz - und fällte weiter fleissig Personalentscheide in seinem Sinn. Barack Obama profitierte sowohl von Deans Erfahrung mit moderner, sprich internet-basierter, Grassroots-Politik wie auch von dem Profil, das die demokratische Partei unter Dean gewonnen hatte. Ohne Dean hätte es einen Präsidenten Obama wohl nicht gegeben - ohne Obama allerdings wohl auch keinen späten Sieg für Dean.
Dass ihm dies in dieser Deutlichkeit gelingen würde, ist zu einem guten Teil das Verdienst von Howard Dean, dem Vorsitzenden der Demokraten. Er war es, der darauf bestand, auch um die scheinbar klar republikanischen Bundesstaaten zu kämpfen und damit einen wirklich nationalen Wahlkampf zu führen.
Doch die Wegbereitung für die demokratische Machtübernahme hatte Dean bereits 2004 mit seiner eigenen Kandidatur begonnen. Er war (nebst dem Dauerkandidaten Dennis Kuchinich) der einzige demokratische Anwärter, der sich deutlich gegen den Irakkrieg ausgesprochen hatte und die Bush-Regierung überhaupt hart attackierte. Dean verlor zwar die parteiinterne Ausmarchung schliesslich gegen John Kerry - ob sein berühmt gewordener Schrei ihn tatsächlich die Nomination gekostet hat, bleibe dahingestellt - doch er begann, die demokratische Partei nachhaltig umzubauen, noch bevor er deren Vorsitzender wurde. Bereits während seines Wahlkampfs für die demokratische Nomination hatte er als einziger Kandidat ein Heer von begeisterten freiwilligen Helfern hinter sich scharen können, die daran glaubten, er würde wirkliche Änderungen bewirken. Diese Grassroots-Bewegung lebte nach seiner Niederlage gegen Kerry unter dem Etikett Democracy For America (DFA) weiter. Diese verlieh fortschrittlichen Kandidatinnen und Kandidaten der Demokraten bei lokalen und Bundesstaatswahlen ihr Gütesiegel. So gelang es DFA mehrfach, fortschrittliche Demokraten in Ämter zu hieven - nicht selten auf Kosten konservativer Vertreter der eigenen Partei.
Dean ahnte wohl, dass er bei der parteiinternen Kür des Präsidentschaftsanwärters auch ein zweites Mal eher nicht reüssieren würde und bewarb sich statt dessen 2005 um den Parteivorsitz - und fällte weiter fleissig Personalentscheide in seinem Sinn. Barack Obama profitierte sowohl von Deans Erfahrung mit moderner, sprich internet-basierter, Grassroots-Politik wie auch von dem Profil, das die demokratische Partei unter Dean gewonnen hatte. Ohne Dean hätte es einen Präsidenten Obama wohl nicht gegeben - ohne Obama allerdings wohl auch keinen späten Sieg für Dean.








