«Ein undemokratisches Monster» - die Scheindebatte um die Einheitskrankenkasse
26.12.06 23:54 abgelegt unter: Politix
«Ein undemokratisches Monster» - nein,
das war keine Selbstbezichtigung von Bundesrat
Couchepin, sondern dessen Etikettierung der via
Volksinitiative vorgeschlagenen Idee einer
Einheitskrankenkasse.
Gewiss, die Initiative ist kein Allheilmittel gegen all dies, woran unser Gesundheitswesen kränkelt und krankt. Sie aber als undemokratisches Monster abzutun, zeigt, dass sich die Debatte um alles drehen soll, nur nicht um die Frage nach einer gerechten Form der Finanzierung. Die Initiative fordert, dass Beiträge gemäss der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu bezahlen sind. Der Angriff auf das angeblich durch die Initiative entstehende bürokratische Monster ist eine beabsichtigte Scheindebatte, die von der asozialen Kopfsteuer des heutigen Systems ablenken soll.
Natürlich ist der Staat nicht zwingend der bessere Organisator von allem und jedem. Und oft sind dezentrale und konkurrenzierende Strukturen sehr wohl ideal. Nur, bei der obligatorischen Grundversicherung gibt es für die Anbieter kaum Differenzierungsmöglichkeiten. Sie müssen alle dasselbe Produkt anbieten, lediglich die Verpackung, d.h. das Marketing ist frei wählbar. Natürlich können sich die Kassen auch in der Service-Qualität unterscheiden, doch da sie ein Produkt verkaufen, welches zwangskonsumiert werden muss, läuft der reale Wettbewerb über die Preisgestaltung - in der Grundversicherung müssen letztlich alle versuchen, Billiganbieter zu sein, um die guten Risiken - die jungen, gesunden Personen - anzulocken.
Es kann insgesamt nicht günstiger sein, wenn mehrere Dutzend Kassen alle ihre eigenen Informatiksysteme fahren und in dümmlichen Wettbewerben ständig Autos (ein tolles Gesundheitssymbol) verlosen sowie Werber und Makler bezahlen müssen, um sichjeweils zum Jahresende gegenseitig die guten Risiken abzujagen und die jeweiligen Kundenmutationen abzuarbeiten. Im Europäischen Vergleich wäre eine Einheitskasse, bei der alle mit Schweizer Wohnsitz zwangsversichert sind, immer noch eine Klitsche. Wer sich undemokratischer wirtschaftlicher Monster annehmen will, möge doch auf andere Märkte einschiessen als auf den der Krankenkassengrundversicherung.
Gewiss, die Initiative ist kein Allheilmittel gegen all dies, woran unser Gesundheitswesen kränkelt und krankt. Sie aber als undemokratisches Monster abzutun, zeigt, dass sich die Debatte um alles drehen soll, nur nicht um die Frage nach einer gerechten Form der Finanzierung. Die Initiative fordert, dass Beiträge gemäss der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu bezahlen sind. Der Angriff auf das angeblich durch die Initiative entstehende bürokratische Monster ist eine beabsichtigte Scheindebatte, die von der asozialen Kopfsteuer des heutigen Systems ablenken soll.
Natürlich ist der Staat nicht zwingend der bessere Organisator von allem und jedem. Und oft sind dezentrale und konkurrenzierende Strukturen sehr wohl ideal. Nur, bei der obligatorischen Grundversicherung gibt es für die Anbieter kaum Differenzierungsmöglichkeiten. Sie müssen alle dasselbe Produkt anbieten, lediglich die Verpackung, d.h. das Marketing ist frei wählbar. Natürlich können sich die Kassen auch in der Service-Qualität unterscheiden, doch da sie ein Produkt verkaufen, welches zwangskonsumiert werden muss, läuft der reale Wettbewerb über die Preisgestaltung - in der Grundversicherung müssen letztlich alle versuchen, Billiganbieter zu sein, um die guten Risiken - die jungen, gesunden Personen - anzulocken.
Es kann insgesamt nicht günstiger sein, wenn mehrere Dutzend Kassen alle ihre eigenen Informatiksysteme fahren und in dümmlichen Wettbewerben ständig Autos (ein tolles Gesundheitssymbol) verlosen sowie Werber und Makler bezahlen müssen, um sichjeweils zum Jahresende gegenseitig die guten Risiken abzujagen und die jeweiligen Kundenmutationen abzuarbeiten. Im Europäischen Vergleich wäre eine Einheitskasse, bei der alle mit Schweizer Wohnsitz zwangsversichert sind, immer noch eine Klitsche. Wer sich undemokratischer wirtschaftlicher Monster annehmen will, möge doch auf andere Märkte einschiessen als auf den der Krankenkassengrundversicherung.








