Grünes Präsidium: eine gute Entscheidung
Die Grünen thematisiere ich in meinem Blog kaum je,
und wenn doch, eigentlich nur, wenn es was zu lästern
gibt (wie hier oder hier). Höchste Zeit also, hier
mal eine erfreuliche Innenansicht wiederzugeben.
Ein Kampf Frau gegen Mann, Romandie gegen Deutschschweiz finde bei den Grünen statt, berichteten bis gestern die Medien. Und ganz unschuldig waren die Grünen dabei nicht: Die Bernerin Franziska Teuscher, die wie der Genfer Ueli Leuenberger Interesse an der Parteiführung angemeldet hatte, erklärte unlängst in einem Interview mir der Zeitung "Sonntag", es könne nicht sein, dass die Grünen allein von einem Mann geleitet würden. Dani Vischer aus Zürich liess gegenüber Le Matin verlauten, dass ein Einerpräsidium bevorzugterweise durch eine Frau aus der Deutschschweiz besetzt werden sollte - eine Aussage, die der Journalist dann zu einer süffisanten Schlagzeile verkürzte.
Nun, aus dem angeblichen Kampf wird Kooperation. Dem Wahlausschuss gelang es, die beiden BewerberInnen auf ein Führungsmodell einzustimmen - auf dasjenige, welches Ueli favorisiert hatte: Ein Einerpräsidium mit ihm an der Spitze und Franziska als Vize und der festen Absicht, mindestens noch eine weitere Vizepräsidentin aus dem Kreis der neuen Fraktionsmitglieder zu nominieren und den nationalen Parteivorstand künftig stärker in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
Ueli hatte sich im Gegensatz zu Franziska nicht für ein Co-Präsidium erwärmen können, aus Effizienzgründen, wie er betonte. Die Parteierfahrung gibt ihm durchaus Recht: Ruth Genner wurde nach einem anfänglichen Co-Präsidium mit dem Genfer Patrice Mugny im Jahr 2004 auch alleinige Präsidentin - der organisatorische Wechsel war damals unbestritten. Ueli hatte seither Ruth als Vize wenn nötig gut ergänzt, ihre Rolle als Gesamtverantwortliche war aber klar durch das Amt gegeben. Nun übernimmt er von seiner Präsidentin das Zepter. Die Partei wird das gut überstehen, auch wenn Ueli den schröcklichen Makel hat, ein Mann zu sein.
Ein Kampf Frau gegen Mann, Romandie gegen Deutschschweiz finde bei den Grünen statt, berichteten bis gestern die Medien. Und ganz unschuldig waren die Grünen dabei nicht: Die Bernerin Franziska Teuscher, die wie der Genfer Ueli Leuenberger Interesse an der Parteiführung angemeldet hatte, erklärte unlängst in einem Interview mir der Zeitung "Sonntag", es könne nicht sein, dass die Grünen allein von einem Mann geleitet würden. Dani Vischer aus Zürich liess gegenüber Le Matin verlauten, dass ein Einerpräsidium bevorzugterweise durch eine Frau aus der Deutschschweiz besetzt werden sollte - eine Aussage, die der Journalist dann zu einer süffisanten Schlagzeile verkürzte.
Nun, aus dem angeblichen Kampf wird Kooperation. Dem Wahlausschuss gelang es, die beiden BewerberInnen auf ein Führungsmodell einzustimmen - auf dasjenige, welches Ueli favorisiert hatte: Ein Einerpräsidium mit ihm an der Spitze und Franziska als Vize und der festen Absicht, mindestens noch eine weitere Vizepräsidentin aus dem Kreis der neuen Fraktionsmitglieder zu nominieren und den nationalen Parteivorstand künftig stärker in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
Ueli hatte sich im Gegensatz zu Franziska nicht für ein Co-Präsidium erwärmen können, aus Effizienzgründen, wie er betonte. Die Parteierfahrung gibt ihm durchaus Recht: Ruth Genner wurde nach einem anfänglichen Co-Präsidium mit dem Genfer Patrice Mugny im Jahr 2004 auch alleinige Präsidentin - der organisatorische Wechsel war damals unbestritten. Ueli hatte seither Ruth als Vize wenn nötig gut ergänzt, ihre Rolle als Gesamtverantwortliche war aber klar durch das Amt gegeben. Nun übernimmt er von seiner Präsidentin das Zepter. Die Partei wird das gut überstehen, auch wenn Ueli den schröcklichen Makel hat, ein Mann zu sein.








