Samuel Schmid als liberale Vorzeigefigur?
Die Abtrünnigen sehen sich als Vertreter der «liberalen Kräfte» in der SVP. Ein paar davon mögen dieses Etikett verdient haben. Aber Samual Schmid, ehemaliges Mitglied des reaktionären Kults «Redressement National» und unverbesserliche Kriegsgurgel, der glaubt, die Schweizer Armee sei «das zentrale Instrument des Staates, um zentrale Risiken zu lösen»? Als Anti-Blocher wurde er bei seiner Wahl im Jahr 2000 gehandelt. Viel treffender war bereits damals die Charakterisierung der WoZ:
Viel eher als ein «Anti-Blocher» ist unser neuer Bundesrat ein «Anti-Ogi». Die distanzlose Frische des scheidenden Kanderstegers hatte ihren Charme, seine Bergweltsicht kam immerhin von Herzen, und wenn er (immer ein bisschen zu laut) redete und etwa gelobte, sich für die Schwächeren einzusetzen, dann glaubte man ihm aufs Wort. Ganz anders bei Samuel Schmid: keine Strahlereien, nichts Schillerndes, nichts Direktes, nichts vom Herzen, sondern nur ein vom ewigen Schlängeln, Anti- und-Après-Chambrieren und Fraternisieren abgeschliffener, verdrückter, rechtskonservativer Mensch. Einer, der auf liberale Art und Weise, so heisst das auf Juristendeutsch, für die Schaffung von Sammellagern für straffällige Asylbewerbende wirbt.
Eine neue bürgerlich-liberale Kraft täte gut daran, sich Schmid vom Hals zu halten.








