Geschlechterfrage
Blogcamps - das letzte Reduit für Männer?
02.08.08 20:24 abgelegt unter: Informatics
Die Orte, an denen Männer noch unter sich sein
können, werden rar. Im Berufsleben sowieso, Stellen
in alterwürdigen Berufen wie Lehrer, Pfarrer und Arzt
werden längst auf beide Geschlechtern aufgeteilt, der
Breitensport kennt Quotenvorgaben für «Mann»schaften,
die Politik sowieso, Statuten sichern
Frauen den Zugang zu traditionellen sozialen
Netzwerken wie den Rotariern (PDF) und selbst beim Sechseläuten dürfen die Frauen
mit nur noch geringem Abstand hinterher
marschieren.
Doch es tut sich ein neuer Bereich auf, bei dem Mann noch bestimmt, wo’s lang geht: Barcamps, offene Veranstaltungen der Internet- und Software-Szene ziehen kaum Frauen an. Aktuelles Beispiel: Das BlogCamp 3.0, das am 29. August im Zürcher Technopark über die Bühne geht. Unter den 68 angemeldeten Personen sind ganze vier Frauen. Eine davon fragt in ihrem eigenen Blog, wieso Frauen sich an solchen Veranstaltungen kaum blicken lassen, zumal Frauen gemäss einer Untersuchung bei Social Networks in der Überzahl sind1. Und nein, an den Männern liegt’s ihrer Ansicht nach nicht. Eine Fachgruppe, die vielleicht Licht ins Dunkel bringen könnte, sind die Bloggerinnen von fraulich.com, einer Unterabteilung von blogwerk.com, welches als BlogCamp-Gastgeber auftritt. Die legen allerdings aus Budgetgründen eine Kreativpause unbestimmter Länge ein. Schade.
1 Eine Kommentatorin meint dazu allerdings, dass dies nur an den vielen gefälschten Profilen liege - eine durchaus glaubwürdige These.
Doch es tut sich ein neuer Bereich auf, bei dem Mann noch bestimmt, wo’s lang geht: Barcamps, offene Veranstaltungen der Internet- und Software-Szene ziehen kaum Frauen an. Aktuelles Beispiel: Das BlogCamp 3.0, das am 29. August im Zürcher Technopark über die Bühne geht. Unter den 68 angemeldeten Personen sind ganze vier Frauen. Eine davon fragt in ihrem eigenen Blog, wieso Frauen sich an solchen Veranstaltungen kaum blicken lassen, zumal Frauen gemäss einer Untersuchung bei Social Networks in der Überzahl sind1. Und nein, an den Männern liegt’s ihrer Ansicht nach nicht. Eine Fachgruppe, die vielleicht Licht ins Dunkel bringen könnte, sind die Bloggerinnen von fraulich.com, einer Unterabteilung von blogwerk.com, welches als BlogCamp-Gastgeber auftritt. Die legen allerdings aus Budgetgründen eine Kreativpause unbestimmter Länge ein. Schade.
1 Eine Kommentatorin meint dazu allerdings, dass dies nur an den vielen gefälschten Profilen liege - eine durchaus glaubwürdige These.
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SVP-Frauenförderung
18.04.08 09:59 abgelegt unter: Politix
In einem tiefgründigen Interview mit «20 Minuten»
erzählt Yvette Estermann, angehende
Parteipräsidentin der SVP Luzern, nicht nur von
ihrer Liebe zu Krawatten, sondern auch
folgendes:
Leicht anders die Innenansicht von Elsbeth Hürlimann, einzige Frau in der zwölfköpfiken SVP/EDU-Fraktion in Uster. Sie verlässt die Partei im Streit, wurde nach eigenem Bekunden hinausgemobbt. Was zur Zeit auf nationaler Ebene bei der SVP abläuft, passiert demnach auch kommunal.
Drum merke, liebe SVP-Mandatsträgerin: Wenn dir ein männliches Parteimitglied dir Tür aufhält, ist's vielleicht nur, damit Du endlich gehst.
«Die SVP ist keineswegs frauenfeindlich, bei uns politisieren die einzigen Männer, die einer Frau noch die Tür aufhalten.»
Leicht anders die Innenansicht von Elsbeth Hürlimann, einzige Frau in der zwölfköpfiken SVP/EDU-Fraktion in Uster. Sie verlässt die Partei im Streit, wurde nach eigenem Bekunden hinausgemobbt. Was zur Zeit auf nationaler Ebene bei der SVP abläuft, passiert demnach auch kommunal.
Drum merke, liebe SVP-Mandatsträgerin: Wenn dir ein männliches Parteimitglied dir Tür aufhält, ist's vielleicht nur, damit Du endlich gehst.
Grünes Präsidium: eine gute Entscheidung
Die Grünen thematisiere ich in meinem Blog kaum je,
und wenn doch, eigentlich nur, wenn es was zu lästern
gibt (wie hier oder hier). Höchste Zeit also, hier
mal eine erfreuliche Innenansicht wiederzugeben.
Ein Kampf Frau gegen Mann, Romandie gegen Deutschschweiz finde bei den Grünen statt, berichteten bis gestern die Medien. Und ganz unschuldig waren die Grünen dabei nicht: Die Bernerin Franziska Teuscher, die wie der Genfer Ueli Leuenberger Interesse an der Parteiführung angemeldet hatte, erklärte unlängst in einem Interview mir der Zeitung "Sonntag", es könne nicht sein, dass die Grünen allein von einem Mann geleitet würden. DaniMehr...
Ein Kampf Frau gegen Mann, Romandie gegen Deutschschweiz finde bei den Grünen statt, berichteten bis gestern die Medien. Und ganz unschuldig waren die Grünen dabei nicht: Die Bernerin Franziska Teuscher, die wie der Genfer Ueli Leuenberger Interesse an der Parteiführung angemeldet hatte, erklärte unlängst in einem Interview mir der Zeitung "Sonntag", es könne nicht sein, dass die Grünen allein von einem Mann geleitet würden. DaniMehr...
Madame macht Platz...
20.03.06 17:54 abgelegt unter: Politix
Die Grünen sind die klaren Gewinner der Zürcher
Gemeinderatswahlen vom 12. Februar. 14 statt 10 Sitze
nehmen sie nun ein. Einziger Wermutstropfen war, dass
der Frauenanteil nur geringfügig gesteigert wurde: Am
Ende der Legislatur 2002-2006 waren's 20%
Frauenanteil (2 von bisher 10 GemeinderätInnen. Am
Wahlabend waren's dann wenigstens 29% (neu 4 Frauen
von 14), in Prozenten nicht der Rede Wert, aber
immerhin eine Verdoppelung in absoluten Zahlen. Drei
der vier gewählten Frauen nahmen die Wahl nicht an,
liessen also andere nachrutschen. Die Konsequenz ist
nun, dass der Frauenanteil in der Grünen Fraktion auf
14% (2 von 14) gesunken ist, sich also auf SVP-Niveau
bewegt.Mehr...









